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Rechtsberatung & Finanzen

KI-Telefonassistent für Kanzleien, Anwälte & Steuerberater

Der KI-Telefonassistent nimmt die Anrufe Ihrer Kanzlei rund um die Uhr an, beantwortet häufige Fragen und erfasst Rückrufwünsche und neue Mandatsanfragen strukturiert. So bleibt die Kanzlei erreichbar, auch wenn das Sekretariat schon telefoniert oder Sie im Termin sind. Was der Assistent dabei sagt und was nicht, richtet sich nach Ihrer Verschwiegenheitspflicht.

Anwaltskanzlei für Rechtsberatung und Finanzen – Mandatsannahme per KI rund um die Uhr
Rechtsberatung & Finanzen
Kurz erklärt

Was ist ein KI-Telefonassistent für Kanzleien?

Ein KI-Telefonassistent für Kanzleien nimmt Anrufe automatisch an und versteht das Anliegen in natürlicher Sprache. Andere Namen dafür sind Voicebot, Sprachassistent oder KI-Sekretariat, umgangssprachlich auch KI-Anrufbeantworter. Anders als eine Mailbox führt er ein Gespräch: Er fragt nach, worum es geht, erkennt laufende Fristen und übergibt jede Anfrage als kurze Notiz an Ihr Sekretariat oder direkt an die zuständige Anwältin oder den zuständigen Anwalt. Dabei läuft er parallel zum Kanzleitelefon. Ihr Team nimmt Gespräche wie gewohnt an, der Assistent übernimmt, was sonst liegen bliebe: bei besetzter Leitung, während Gerichtsterminen und nach Büroschluss.

Vorteile

Entlastung für Ihre Kanzlei und Ihr Sekretariat

Rund um die Uhr erreichbar

Ob im Gerichtstermin, außerhalb der Bürozeiten oder am Wochenende: Der Assistent nimmt jeden Anruf an.

Neue Mandate strukturiert aufnehmen

Der Assistent fragt alle wichtigen Informationen ab und übermittelt sie digital — für eine schnelle, gezielte Bearbeitung durch Ihr Team.

Standardfragen direkt beantworten

Fragen zu Bürozeiten, Anfahrt, Ablauf der Erstberatung oder mitzubringenden Unterlagen beantwortet der Assistent sofort, ohne Ihr Team zu unterbrechen.

Rückrufwünsche mit Kontext

Anrufer hinterlassen eine kurze Beschreibung ihres Anliegens. So können Sie gezielt reagieren und Ihre Kanzlei effizienter organisieren.

Gesprächsnotiz zu jedem Anruf

Ihr Team erhält zu jedem Anruf eine kurze Zusammenfassung mit Name, Rückrufnummer und Anliegen. Wie lange Gesprächsdaten gespeichert bleiben, regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag.

Nur erfassen, was nötig ist

Die Gesprächsdaten werden in der EU verarbeitet. Der Assistent fragt nur ab, was für den Rückruf nötig ist, und bestätigt am Telefon nicht, ob jemand Mandant der Kanzlei ist.

Einsatz im Alltag

Was der Assistent am Kanzleitelefon übernimmt

Gutes Anrufmanagement in der Kanzlei heißt: Jeder Anruf wird angenommen, und jede Anfrage kommt mit den richtigen Angaben bei der richtigen Person an.

Neue Mandatsanfragen

Der Assistent fragt nach Rechtsgebiet oder Steuerthema, einem Satz zum Anliegen und der Rückrufnummer. Ihr Team sieht sofort, ob die Anfrage ins Profil der Kanzlei passt.

Fristsachen erkennen

Fällt im Gespräch ein Stichwort wie Kündigung, Bescheid oder Klage, fragt der Assistent nach dem Datum der Zustellung und markiert den Rückruf als dringend.

Nachfragen zum Stand der Sache

Fragt ein Mandant nach dem Stand seines Verfahrens, gibt der Assistent keine Auskunft. Er nimmt die Frage auf und leitet sie an die zuständige Anwältin oder den zuständigen Anwalt weiter.

Termine für die Erstberatung

Je nach Kanzleikalender bucht der Assistent Erstberatungen direkt oder legt den Terminwunsch Ihrem Sekretariat zur Bestätigung vor.

Anrufe von Gerichten und Behörden

Ruft die Geschäftsstelle eines Gerichts, eine Behörde oder die Gegenseite an, nimmt der Assistent Aktenzeichen und Anliegen auf und kennzeichnet die Notiz entsprechend.

Eilfälle durchstellen

Für echte Eilfälle, etwa eine Festnahme oder Durchsuchung in einer Strafsache, legen Sie fest, wohin der Assistent durchstellt oder welche Nummer er nennt.

Berufsrecht

Was das Berufsrecht am Kanzleitelefon verlangt

Wer in einer Kanzlei anruft, nennt meist schon im ersten Satz seinen Namen und sein Anliegen. Beides fällt unter die Verschwiegenheitspflicht nach § 43a Abs. 2 BRAO, und die Bundesrechtsanwaltskammer zählt in ihren Hinweisen zum KI-Einsatz bereits die Tatsache dazu, dass ein Mandat besteht. Strafrechtlich schützt § 203 StGB die Geheimnisse von Mandanten eines Anwalts ebenso wie die eines Steuerberaters. Ein Telefonassistent hört diese Angaben zwangsläufig mit. Erlaubt ist er trotzdem: § 43e BRAO und der fast gleichlautende § 62a StBerG regeln, unter welchen Bedingungen externe Dienstleister Zugang zu geschützten Informationen bekommen.

1

Verschwiegenheitsverpflichtung in Textform

Der Vertrag verpflichtet den Dienstleister zur Verschwiegenheit und belehrt ihn über die strafrechtlichen Folgen. Der Dienstleister verpflichtet sich, nur so viel zur Kenntnis zu nehmen, wie der Auftrag erfordert, und der Vertrag regelt, ob Subunternehmer mitarbeiten dürfen (§ 43e Abs. 3 BRAO, § 62a Abs. 3 StBerG).

2

Auftragsverarbeitung nach DSGVO

Der Datenschutz gilt daneben weiter (§ 43e Abs. 8 BRAO). Die Kanzlei braucht deshalb zusätzlich einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Ein üblicher AVV erfüllt § 43e BRAO nur, wenn er die Pflichtinhalte aus Abs. 3 zusätzlich enthält.

3

Ein Gesprächsleitfaden mit klaren Grenzen

Der Assistent sagt im ersten Satz, dass er eine KI ist (Art. 50 KI-Verordnung). Er gibt keine Rechtsauskunft, bestätigt keine Mandate und fragt nur ab, was für den Rückruf nötig ist.

Vor dem Start gehen wir diese drei Punkte mit Ihnen durch, und Sie erhalten alle Vertragsunterlagen zur Prüfung, bevor der erste Mandantenanruf läuft. Was genau in den Vertrag gehört, mit Checkliste für Anwälte und Steuerberater, steht im Beitrag KI-Telefonassistent in der Kanzlei: Was die Verschwiegenheitspflicht verlangt.

Einordnung

KI-Sekretariat, Telefonservice oder mehr Personal?

Für die Erreichbarkeit einer Kanzlei gibt es drei Wege. Eine zusätzliche Fachkraft im Sekretariat ist die beste Lösung für alles, was Erfahrung und Fingerspitzengefühl braucht, sie ist aber schwer zu finden und nur zu den Bürozeiten da. Ein externer Telefonservice deckt längere Zeiten ab. Dort nehmen Menschen außerhalb der Kanzlei die Anrufe an, und für sie gelten dieselben Vorgaben aus § 43e BRAO. Unter Begriffen wie virtuelle Rezeption oder virtueller Assistent findet man beides: Telefonservices mit Menschen am anderen Ende und KI-Assistenten. Der KI-Telefonassistent nimmt rund um die Uhr an und erfasst jede Anfrage nach demselben Schema. Sinnvoll ist oft die Kombination: Das Sekretariat nimmt an, was es schafft, der Assistent fängt den Rest auf. Wie sich das rechnet, zeigt unser Beitrag zu Kosten und Nutzen eines KI-Telefonassistenten.

Der Unterschied

Keine Software von der Stange — persönliche Begleitung

Viele Lösungen am Markt sind reine Software-Abos: Sie richten sich weitgehend selbst ein, es gibt keinen festen Ansprechpartner, und Rückfragen laufen über ein Support-Ticket. Bei Albrecht KI ist das anders: Ich richte den Assistenten gemeinsam mit Ihnen auf Ihre Kanzlei ein, begleite den Testlauf und bin danach direkt erreichbar. Dazu kommt der Blick über den Telefonassistenten hinaus: EU-AI-Act-Einordnung, DSGVO-Dokumentation und, wenn gewünscht, eine interne Wissensdatenbank für Ihr Team. Als KI-Manager (TÜV) übernehme ich die Verantwortung für die gesamte Einführung, nicht nur für ein einzelnes Tool.

Häufige Fragen

FAQ: KI-Telefonassistent in der Kanzlei

Ist die Vertraulichkeit der Mandantendaten gewährleistet?
Ja, wenn die Verträge stimmen. Die Gesprächsdaten werden auf Servern in der EU verarbeitet, und der Assistent erfasst nur die Angaben, die für den Rückruf nötig sind. Vertraglich braucht Ihre Kanzlei zweierlei: einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und eine Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 43e BRAO beziehungsweise § 62a StBerG. Beides gehen wir vor dem Start mit Ihnen durch. Zu Gesprächsbeginn sagt der Assistent den Anrufern, dass sie mit einem KI-System sprechen, wie es die europäische KI-Verordnung seit August 2026 vorschreibt.
Darf eine Anwaltskanzlei Anrufe von einer KI annehmen lassen?
Ja, unter den Voraussetzungen des § 43e BRAO: Die Kanzlei wählt den Dienstleister sorgfältig aus, schließt einen Vertrag in Textform mit Verschwiegenheitsverpflichtung, und der Dienstleister bekommt nur Zugang zu dem, was seine Aufgabe erfordert. Für Steuerberater gilt § 62a StBerG mit fast denselben Vorgaben. Was im Vertrag stehen muss, erklärt unser Beitrag KI-Telefonassistent in der Kanzlei: Was die Verschwiegenheitspflicht verlangt.
Was kann ein KI-Anrufbeantworter für Rechtsanwälte mehr als eine Mailbox?
Eine Mailbox nimmt eine Nachricht auf, die jemand später abhören muss. Der KI-Telefonassistent führt ein Gespräch: Er fragt nach Rechtsgebiet, Anliegen und laufender Frist, beantwortet einfache Fragen wie die nach den Bürozeiten und schickt Ihrem Team eine fertige Notiz. Wer eine Kündigung oder einen Bescheid erwähnt, landet als dringender Rückruf oben auf der Liste.
Ersetzt ein KI-Sekretariat das Sekretariat der Kanzlei?
Nein. Der Assistent übernimmt das Telefon, wenn niemand rangehen kann, und nimmt Anliegen nach einem festen Schema auf. Alles, was Erfahrung und Urteil braucht, bleibt bei Ihrem Team, etwa die Fristenkontrolle und die Betreuung der Mandanten. Sinnvoll ist er dort, wo heute Anrufe verloren gehen: in der Mittagspause, nach Büroschluss und wenn die Leitung im Sekretariat schon belegt ist.
Kann der Assistent Erstanfragen vorqualifizieren?
Ja. Er erfasst strukturiert, worum es geht: Rechtsgebiet bzw. Steuerthema, Gegenstand der Anfrage, mögliche Fristen und Kontaktdaten. Ihr Team sieht auf einen Blick, welche Anfragen ins Profil der Kanzlei passen und welche Priorität sie haben.
Gibt der Assistent Rechts- oder Steuerauskünfte?
Nein, diese Grenze ist fest eingebaut. Der Assistent berät nicht inhaltlich, er organisiert. Bei fachlichen Fragen verweist er freundlich auf einen Beratungstermin und nimmt alle relevanten Informationen dafür auf. Er bestätigt auch nicht, ob jemand Mandant der Kanzlei ist.
Wie geht der Assistent mit Fristen und dringenden Fällen um?
Er fragt aktiv nach laufenden Fristen, etwa bei Bescheiden, Kündigungen oder Klageschriften, und markiert dringende Anliegen entsprechend. So landet der Fall mit ablaufender Widerspruchsfrist oben auf der Rückrufliste, nicht unten im Stapel.
Kann der Assistent Termine mit Mandanten vereinbaren?
Ja. Je nach Kalendersystem der Kanzlei bucht er Erstberatungen und Folgetermine direkt in den Kanzleikalender, mit unterschiedlichen Zeitfenstern je Terminart, oder er legt den Terminwunsch Ihrem Sekretariat zur Bestätigung vor. Mandanten erhalten eine Bestätigung, Ihr Sekretariat behält den Überblick.
Wie aufwendig ist die Einführung in der Kanzlei?
Gering. Wir nehmen Ihre typischen Anrufanliegen und Formulierungen auf, konfigurieren den Assistenten und testen gemeinsam. Die bestehende Telefonnummer bleibt, Ihr Team braucht keine IT-Kenntnisse. In der Regel ist der Assistent nach wenigen Tagen einsatzbereit.
Vor Ort

Persönliche Betreuung in Rheinhessen

Kanzleien und Steuerbüros in Mainz, Worms und Alzey betreuen wir mit persönlichem Ansprechpartner — ebenso Kanzleien in Oppenheim und der Region Rheinhessen.

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